Wenn man sich die Keule selbst auf den Kopf schlägt oder: Menschen stärken statt Keulen schwingen!

Herr Kollmann beschwert sich zu Unrecht darüber, dass ihn die Grünen mit der „Nazi-Keule“ niederstrecken. Er hat sie nämlich selbst gezückt. Stattdessen fordern die Bozner Grünen mehr Ressourcen und Investitionen in die Kindergärten des Landes, besonders in jene der Landeshauptstadt.

Herr Kollmann, bekannt für seine provozierenden wie unseligen Aktionen (wir erinnern nur an jene des „Mussolini d‘oro“ an den Bozner Bürgermeister Renzo Caramaschi) schlägt sich mit der „Nazi-Keule“ selbst auf den Kopf und beschuldigt die Grünen, sie gezückt zu haben. Dabei ist in der Grünen Pressemitteilung weder von rechtsextremen, geschweige denn von nationalsozialistischen Ideen die Rede.

Wenn nun aber aus der Kritik an den Forderungen der Südtiroler Freiheit („Vorrang für deutsche Kinder in deutschen Kindergärten) eine „Nazi-Keule“ wird, spricht das wenn schon Bände über das Selbstverständnis des Herrn Kollmann.

Historisch betrachtet sind „ethnische Säuberungen“ nämlich leider kein Exklusivinstrument der Nationalsozialisten, auch nicht rechtsextremer Ideologien (Stalin docet). Pickt man sich nun jedoch genau jene heraus, lässt das vielmehr vielsagende Schlüsse über die eigene Selbsteinschätzung zu.

Die Bozner Grünen fordern hingegen, dass der vielsprachigen Realität in den Kindergärten der Stadt angemessen begegnet wird und deshalb mehr Ressourcen in die Kindergärten fließen: mehr Fachkräfte, mehr Räume, sprachliche Förderung aller Kinder, gezielte Aus- und Weiterbildung für Personal und Eltern, sachliche Informationen zum Spracherwerb an alle involvierten Personen und an die Öffentlichkeit.

Die Einrichtung von fakultativen, mehrsprachigen Bildungsmöglichkeiten wäre außerdem eine gute Alternative für jene, die ihre Kinder mehrsprachig erziehen wollen und derzeit nur die Wahl haben, sie in einen Kindergarten mit einer anderen Unterrichtssprache als der eigenen einzuschreiben.

Für einen angemessenen Umgang mit sprachlich komplexen Situationen braucht es eine gute Vorbereitung und fachlich fundierte Kenntnisse. Diese stärken Fachkräfte im Umgang mit herausfordernden Situationen, geben Eltern und Kindern Rückhalt und ermöglichen einen entspannten Umgang miteinander.

Die Devise der Grünen lautet daher: Menschen und Institutionen stärken!

Eine inklusive Schule und Gesellschaft sind nämlich die beste und erfolgreichste Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung.

Corinna Lorenzi und Erica Fassa, Co-Sprecherinnen der Bozner Grünen

Annunci

Rispondi

Inserisci i tuoi dati qui sotto o clicca su un'icona per effettuare l'accesso:

Logo WordPress.com

Stai commentando usando il tuo account WordPress.com. Chiudi sessione /  Modifica )

Google+ photo

Stai commentando usando il tuo account Google+. Chiudi sessione /  Modifica )

Foto Twitter

Stai commentando usando il tuo account Twitter. Chiudi sessione /  Modifica )

Foto di Facebook

Stai commentando usando il tuo account Facebook. Chiudi sessione /  Modifica )

w

Connessione a %s...